







 | | Klaus Ritter Der emotionale Missbrauch des Scheidungskindes Vortrag im Arbeitskreis Familienpsychologie am 04.11.2005 im Frankfurt (Main), >>> zum Text (PDF-Dokument)Textauszug Es ist Fachleuten im Bereich des Familienrechts, der Sozialpädagogik oder der Familienpsychologie hinreichend bekannt, dass einer Trennung der Ehe in der Regel langwierige zwischenmenschliche und intrapsychische Konflikte oder pathogene Beziehungsmuster vorausgehen. Diese Konflikte auf der Paarebene erzeugen in den Beteiligten zahlreiche Inszenierungen im Sinne einer versuchten Konfliktlösung oder einer Neuverteilung der Machtstrukturen. Oft findet sich ein verzweifeltes Festhalten der Beteiligten an ihrem Paarsystem aus einer Angst vor dem drohenden Verlust von Identität. Die Kinder in solchen Familiensystemen sind oft über einen längeren Zeitraum den ausufernden Konflikten der Elternteile ausgesetzt. Bereits in dieser Phase finden sich zahlreiche Muster eines Lagerdenkens der jeweiligen Elternteile, mit der Intention, das Kind als Verstärkung in das eigene Lager zu holen. Es finden sich Tendenzen, Kinder übermäßig mit dem Inhalt der Konflikte der Eltern und mit Schuldzuweisungen und Projektionen gegenüber dem anderen Elternteil zu überfrachten. |